Christian Kuhlmann - Atelier für Cembalobau



 

1. J.S. Bach - Toccata in D-dur


2. J.J. Froberger - Tombeau de Mr. Blancheroche


3. J.H. d´Anglebert - 3. Suite in d-Moll - Prélude


4. J.H. d´Angelbert - 3. Suite in d-Moll - Courante

Das Vat(t)er-Hemsch-Cembalo entspringt aus eine Idee, die sich in den vielen Jahren, in denen ich mich intensiv mit dem original von Henri Hemsch aus dem Jahre 1751 beschäftigt habe. Es ist der gelungene Versuch, zwei sowohl von der Konstruktion als auch vom Klang verwandte Cembali, in Einem zu vereinen.
Antoine Vatter war der Lehrmeister von Henri Hemsch - Vatter deckt mit seinem Klang die erste Hälfte des 18. Jhd. ab, Hemsch von seiner Ästhetik her eher die zweite Hälfte. Nun gibt es einen neuen Cembalo-Typ der Beides kann...eben nicht nur ein Cembalo.
In der Umsetzung dieses Projekts, habe ich eine Konstruktion entworfen, die mit einem zweiten, wahlweise im Inneren des Cembalos zu platzierenden, herausnehmbaren Resonanzboden arbeitet.
Mit diesem zweiten Resonanzboden wird der Klang noch sprechender und zugleich prägnanter und noch größer, daher bringt diese Komponente diesem Cembalo noch mehr polyphonische Qualitäten - sehr schön zu hören im Klangbeispiel von der Bach Toccata und des Froberger Tombeaus.
Nehme ich diesen zweiten Resonanzboden wieder heraus, kommt Henri Hemsch zu Worte...mit all seinen eigenen, außergewöhnlichen Qualitäten, zu hören im d´Anglebert.
Dieser neue Cembalo-Typ umfasst daher das Beste, was das ganze 18. Jhd. im Bereich Cembalo-Klang zu bieten hatte - eben die höchsten Qualitäten im Bezug auf den Klang und spieltechnische Möglichkeiten.
Der phänomenale Justin Taylor hat dieses Cembalo (mit nur 3 Wochen alten Saiten) in unserem Wohnzimmer im Einweihungskonzert gespielt... selbst wenn die akustischen Umstände nicht ideal waren, machen doch die Brüel & Kjær 4006 Mikrophone sehr viele dieser Qualitäten hörbar. Hörbeispiele aus einem großen Raum sind in Arbeit.
Die Dekoration dieses Cembalos ist leider noch nicht fertig, es wird die Dekoration des Antoine Vatter von 1732 bekommen - siehe Fotos des Originals.

Eine Referenz von Justin Taylor aus Paris, 16.07.2016:
" I played the Vatter-Hemsch harpsichord of Christian Kuhlmann a few weeks after it was finished. The sound was already the one of an ancient harpsichord !
In addition, this instrument is really easy to play on. You have almost the feeling it can play by itself ! The refined harmonisation allows a lot of subtle dynamics with an appropriate toucher.
As I said, the sound is quite fascinating. The whole instrument « sings », and the deepness of the lower notes is enlightened by the shine of the upper notes.
The musician’s choice ! "